Aus der Vogelperspektive zeigt das Dach des Gebäudes den vollständigen Umriss der Yacht, deren Bug in Richtung des Hangartors weist. Über dem Eingang verdeutlicht eine technische Frontalansicht des Bugs, wie der Rumpf im Inneren positioniert ist. Hier entsteht die neue Basis von Ferrari Hypersail, dem Projekt eines 100 Fuß langen Foiling-Monohulls. Für sein operatives Zentrum hat Ferrari Livorno und Räumlichkeiten von Azimut Yachts gewählt. Die Ankündigung erfolgte am 1. Oktober 2026 in Maranello.
An diesem Standort werden künftig die landseitigen und auf dem Wasser stattfindenden Aktivitäten für die nächsten Entwicklungsphasen und Testfahrten gebündelt. Die Basis beherbergt Büros für das Projektteam, die Ingenieure und das Shore Team, außerdem Fitness- und Trainingsbereiche sowie Werkstätten für hydraulische, elektrische und mechanische Komponenten und für den 3D-Druck. Gleichzeitig soll sie als Treffpunkt für Partner, Stakeholder und Gäste des Projekts dienen.
Ferrari nennt zwei wesentliche Vorteile des Standorts Livorno. Zum einen besteht ein direkter Zugang zum Tyrrhenischen Meer, das mit unterschiedlichen Wind- und Seebedingungen gute Voraussetzungen für ein strukturiertes und kontinuierliches Testprogramm bietet. Zum anderen liegt Livorno vergleichsweise nahe an Maranello, wodurch ein enger Austausch mit den Ferrari-Abteilungen für Engineering und Design möglich ist, die an der technologischen Entwicklung des Projekts beteiligt sind.
"Ein derart strategisch gelegener Standort am Tyrrhenischen Meer, der sich sowohl für die technische und sportliche Vorbereitung als auch für die Tests auf See eignet und zugleich in der Nähe von Maranello liegt, bietet uns ideale Voraussetzungen, um den Innovationsprozess weiter voranzutreiben", erklärte Enrico Voltolini, Project Leader von Ferrari Hypersail.
Entworfen wurde die Basis vom Ferrari Design Studio unter der Leitung von Chief Design Officer Flavio Manzoni. Die Farbgebung greift die Lackierung der Yacht auf: Grigio Hypersail und Giallo Fly wechseln sich in einer klaren architektonischen Gestaltung ab. Dabei kommen zwei unterschiedliche Arten von Fensterflächen zum Einsatz: Glas in den Bürobereichen und Polycarbonat-Paneele in den Bereichen, in denen die Yacht untergebracht ist.
"Dieser Weg der Forschung und Erprobung, der weit über die üblichen Grenzen unseres Designbereichs hinausführt, hat unsere Überzeugung weiter gestärkt, dass Design nicht nur formaler Ausdruck ist, sondern ein Instrument, das Innovation schaffen kann – durch einen fruchtbaren Austausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen", sagte Manzoni.
Die neue Basis ist Teil einer umfassenderen Zusammenarbeit zwischen Ferrari Hypersail und Azimut Yachts. Als Technical Partner wird Azimut Yachts eine speziell angepasste Azimut Fly 72 als Tow Boat entwickeln. Bei den ersten Foiling-Tests soll sie den Rumpf von Ferrari Hypersail unterstützen. Später wird sie bei den Segeltests für Assistenz und Monitoring eingesetzt und zudem als Hospitality Boat dienen.
"Die speziell entwickelte Azimut Fly 72 als Tow Boat, die gemeinsam mit unserem neuen Partner Azimut Yachts entstehen wird, ist ein erstes konkretes Beispiel für die Zusammenarbeit und die operativen Synergien zwischen den beiden Unternehmen", erklärte Angelo Pesci, Chief Purchasing & Quality Officer von Ferrari.