Vom 19. bis 22. März 2026 wird der Hafen von Nizza die erste internationale Bootsmesse ausrichten, die vollständig der nachhaltigen Freizeitschifffahrt gewidmet ist. Damit wird ein bedeutender Schritt in der Transformation des Sektors hin zu neuen ökologischen und wirtschaftlichen Modellen markiert. Veranstaltet von Grand Pavois Organisation, kombiniert Nice Boating Tomorrow eine viertägige Ausstellung mit einem zweitägigen internationalen B2B-Forum, das Branchenführer, Innovatoren, politische Entscheidungsträger und Investoren zusammenbringen soll.
Die nautische Industrie befindet sich in einer Phase beschleunigter Veränderung, angetrieben durch regulatorischen Druck, technologische Innovationen und veränderte Erwartungen von Eignern und Nutzern. Vor diesem Hintergrund versteht sich Nice Boating Tomorrow als Plattform für Dialog und praxisnahe Lösungen, die Initiativen hervorhebt, welche Antriebssysteme, Design und Marina-Infrastruktur neu definieren.
Ein internationales Forum im Zeichen des Wandels
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das International Forum, das am 19. und 20. März im neu eröffneten OcéaNice Convention Center stattfindet. Das Programm umfasst Roundtables, Keynote-Sessions und Networking-Formate zu Themen wie Dekarbonisierungsstrategien, nachhaltige Lebenszykluskonzepte und sich wandelnde Kundenerwartungen in der Freizeitschifffahrt.
Zu den bestätigten Referenten zählen Eric Banel von der Generaldirektion für Maritime Angelegenheiten, Patrick Hemp von ICOMIA, Alain Leboeuf von der Vendée Globe, Adria Jover von der International Electric Maritime Association sowie Prof. Dr. Phil Klaus, Mitbegründer von Lexden Luxe. Ihre Beiträge unterstreichen den sektorübergreifenden Charakter der Transformation und verbinden Politik, Design, Innovation und Experience-Strategien.
Mehrere Panels widmen sich alternativen Energielösungen für Freizeitboote, darunter Wasserstoffantriebe, elektrische Mobilität sowie die erforderliche Infrastruktur zur Unterstützung neuer Nutzungskonzepte. Weitere Sitzungen befassen sich mit dem Management von Marinas und der Balance zwischen ökologischen Anforderungen und künftigen Nachfragemustern.
Innovation, Unternehmertum und Branchendialog
Neben etablierten Branchenakteuren bietet das Forum mit den „Pitch your project“-Sessions Start-ups und Studierenden die Möglichkeit, ihre Konzepte vorzustellen. Der renommierte Schiffbauingenieur Marc Van Peteghem wird voraussichtlich eine Keynote halten und damit den Fokus auf nachhaltige Designinnovationen und Performance unterstreichen.
Networking bildet eine zentrale Säule des Forums. Business-Lunches, gezielte Treffen und Abendveranstaltungen sollen die Zusammenarbeit zwischen Werften, Technologieunternehmen, Marina-Betreibern und lokalen Behörden fördern. Ziel ist es laut Veranstalter, ein Umfeld zu schaffen, in dem Entscheidungsträger Erkenntnisse austauschen und Projekte im Bereich der maritimen Transformation beschleunigen können.
Nizza als strategischer Standort im Mittelmeerraum
Die Wahl Nizzas spiegelt die wachsende Bedeutung der Stadt innerhalb der maritimen Nachhaltigkeitsagenda wider. Das OcéaNice Convention Center, das 2025 im Rahmen der UN-Ozeankonferenz eröffnet wurde, bietet moderne Konferenzinfrastruktur in direkter Verbindung zum Ausstellungsbereich am Wasser.
An der Schnittstelle zwischen mediterraner Bootskultur und Innovation positioniert sich die Veranstaltung als langfristiger Treffpunkt für Akteure, die sich einer verantwortungsvollen Entwicklung des Yachtings verpflichtet fühlen.
Grand Pavois Organisation erweitert ihre Vision
Mit über fünf Jahrzehnten Erfahrung durch Veranstaltungen wie den Grand Pavois La Rochelle baut Grand Pavois Organisation ihre internationale Präsenz weiter aus. Mit Nice Boating Tomorrow soll eine Referenzplattform für nachhaltige Freizeitschifffahrt geschaffen werden, die den Wandel hin zu Technologien mit geringerem ökologischen Fußabdruck und neuen Eigentumsmodellen widerspiegelt.
Während Umweltaspekte Design, Antriebssysteme und Marina-Ökosysteme neu gestalten, versteht sich Nice Boating Tomorrow als Katalysator für den Dialog zwischen Tradition und Innovation. Für Fachleute der Yachting-Branche könnte das Treffen im März einen frühen Einblick in die operativen Realitäten der nautischen Zukunft bieten.
Rebecca Gabbi