Die Frist zur Einreichung der Meldungen für die 38. America’s Cup endete am 31. März 2026. Eine offizielle Mitteilung der America’s Cup Partnership wurde erwartet, zumal sich diese als künftige Governance-Struktur positioniert, was Fragen hinsichtlich der Legitimität aufwirft.
Bislang wurde jedoch keine offizielle Kommunikation zur endgültigen Anzahl der Teilnehmer oder deren Identität veröffentlicht.
Der einzige gesicherte Stand bleibt unverändert: fünf gemeldete Teams. Dazu zählen der Defender Emirates Team New Zealand, der Challenger of Record Athena Racing (GB1) sowie die Herausforderer Luna Rossa, Alinghi und das französische Team K-Challenge, das unter dem Namen La Roche-Posay Racing Team antritt.
Keine offizielle Bestätigung, aber laufende Gespräche
Auf Anfrage von Reuters bestätigte ACP, dass Gespräche mit weiteren potenziellen Herausforderern geführt werden, ohne jedoch Details zu nennen. Eine kurze Mitteilung bestätigte zudem den Eingang weiterer Meldungen, während die Bekanntgabe der Namen zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen soll.
Mögliche neue Herausforderer
Nach Informationen von PressMare hat ein weiterer Herausforderer seine Teilnahme zugesichert – vermutlich noch nicht offiziell formalisiert – während ein zweiter sehr wahrscheinlich ist. Dies könnte das derzeitige Schweigen von ACP erklären: Eine weitere Verlängerung der Frist war nicht möglich, dennoch scheint eine gewisse Flexibilität aus praktischen Gründen zu bestehen.
Als wahrscheinlich gilt eine US-basierte Initiative im Zusammenhang mit dem tschechischen Unternehmer Karel Komárek. Offene Frage bleibt jedoch der Yachtclub, der die Herausforderung formell einreichen würde. Laut einem Bericht in La Stampa könnte der New York Yacht Club nicht zur Verfügung stehen, sodass ein anderer US-Club einspringen könnte.
Ein weiterer potenzieller Herausforderer dürfte aus Australien kommen, mit Beteiligung von Glenn Ashby und Tom Slingsby. Neben finanziellen Aspekten stellt insbesondere die Verfügbarkeit eines AC75-Yachts eine zentrale Herausforderung dar.
Gemäß dem Protokoll der 38. America’s Cup müssen Teams ein bestehendes AC75 nutzen und an die neuen Regeln anpassen, mit der Möglichkeit zur Entwicklung neuer Foils. Neue Teams könnten ein Boot auf Basis eines bestehenden Designpakets bauen, jedoch unter erheblichem Zeitdruck. Die wettbewerbsfähigste Option wäre der Erwerb des American Magic-Pakets, das offenbar von mehreren Teams angestrebt wird.
Ein drittes Team mit möglichem Bedarf an einer Yacht ist GB1. Die Nutzung der AC75 Britannia ist Gegenstand eines Rechtsstreits zwischen dem ehemaligen Sponsor Ineos und Athena Racing. Sollte GB1 ohne Boot bleiben, könnte Te Rehutai, die Sieger-Yacht der 36. America’s Cup, eine Alternative darstellen – wenngleich diese ebenfalls für das australische Team von Interesse sein dürfte.
Mit Blick auf Neapel 2027 richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf die erwartete offizielle Bestätigung der Teilnehmer sowie auf den weiteren Zeitplan nach den Preliminary Regattas in Cagliari vom 21. bis 24. Mai.
Abschließend bleibt die Frage der Governance: ACP zeigt sich bislang unbeeindruckt von einer Klage vor einem Gericht in New York durch den America’s Cup-Veteranen John Sweeney, der die aktuelle Struktur rechtlich anfechtet. Wie Il Sole 24 Ore berichtet, könnte das Verfahren eingestellt werden, andernfalls wäre eine vertiefte juristische Prüfung der Vereinbarkeit mit dem Deed of Gift erforderlich.