Giovanna Vitelli zur Präsidentin von Altagamma für die Amtszeit 2026-2029 ernannt

15/06/2026 - 11:25 in Service by Press Mare

Giovanna Vitelli wurde zur neuen Präsidentin der Fondazione Altagamma für die Amtszeit 2026-2029 ernannt. Die Entscheidung wurde von der Mitgliederversammlung der Stiftung verabschiedet, die gleichzeitig den Verwaltungsrat erneuerte. Vitelli, derzeitige Vorsitzende der Azimut|Benetti Group und in den vergangenen drei Jahren Vizepräsidentin von Altagamma für den Bereich Yachting, folgt auf Matteo Lunelli, Präsident und CEO von Ferrari Trento, nach zwei Amtszeiten, die von der Stärkung der internationalen Positionierung der Stiftung sowie zahlreichen Initiativen zu Nachhaltigkeit und Made in Italy geprägt waren.

Die neue Präsidentin leitet die Azimut|Benetti Group, den weltweit führenden Hersteller von Yachten über 24 Meter sowie seit mehr als 26 Jahren den weltweit größten privat geführten Produzenten von Superyachten. Die Gruppe betreibt fünf Werften in Italien und eine in Brasilien, beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter direkt und ist mit 138 Showrooms in mehr als 80 Ländern vertreten. In den vergangenen fünf Jahren hat die Gruppe ihren Umsatz verdoppelt und einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro erreicht. Das Auftragsbuch reicht derzeit bis 2029.

In ihrer ersten Ansprache als Präsidentin hob Giovanna Vitelli die Rolle der italienischen High-End-Industrie als wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Motor des Landes hervor und betonte die Bedeutung des Schutzes von Fertigungskompetenz und spezialisiertem Handwerk als Grundlage italienischer Exzellenz.

„Die High-End-Industrie verdient es, als treibende Kraft unseres Landes anerkannt zu werden“, erklärte Vitelli. Sie verwies darauf, dass erste Ergebnisse einer gemeinsam mit der SDA Bocconi entwickelten Studie zeigen, dass Unternehmen des Sektors dreimal stärker zum BIP-Wachstum beitragen als der nationale Durchschnitt, fünfmal mehr Mitarbeiter einstellen und im Durchschnitt 300-mal höhere Steuern zahlen als ein durchschnittliches italienisches Unternehmen.

Der neue Dreijahresplan von Altagamma basiert auf drei zentralen Säulen: Förderung italienischer Exzellenz, Unterstützung der Berufe des Made in Italy sowie internationale Entwicklung des Sektors. Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören die Förderung der italienischen Handwerkskultur, die Stärkung technischer und beruflicher Ausbildungswege sowie unternehmenseigener Akademien und der Ausbau internationaler Beziehungen in strategischen Märkten.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Ausbildung und dem Generationenwechsel. Laut den im Dokument genannten Daten werden die High-End-Lieferketten bis 2028 rund 276.000 neue spezialisierte Fachkräfte im Produktionsbereich benötigen, während etwa 50% der Unternehmen Schwierigkeiten haben könnten, die erforderlichen Kompetenzen zu finden.

Im von Altagamma beschriebenen Marktumfeld befindet sich die globale Luxusindustrie derzeit in einer Transformationsphase, beeinflusst von geopolitischen Spannungen, Kriegen und internationaler Instabilität. Dennoch zeigt der Bereich des experiential luxury weiterhin positive Dynamiken, wobei Yachten und Privatjets ein Wachstum von 9% verzeichnen.

Der neue Verwaltungsrat der Stiftung weist zudem eine stärkere Präsenz von Frauen und jüngeren Unternehmergenerationen auf: Neun der 25 Verwaltungsratsmitglieder sind Frauen, was 36% des Boards entspricht.

Die 1992 gegründete Altagamma vereint 126 italienische Marken der kulturellen und kreativen High-End-Industrie aus den Bereichen Mode, Design, Schmuck, Food & Beverage, Hospitality, Motoren und Yachting. Nach Angaben der Stiftung repräsentiert der Sektor in Italien eine Industrie mit einem Volumen von mehr als 140 Milliarden Euro, was 7,4% des nationalen BIP entspricht.

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