Der Eintritt von Siman in das industrielle Ökosystem der Next Yacht Group ist weit mehr als eine reine Unternehmensübernahme. Die Transaktion, die über die Continental Investment Srl abgewickelt wurde – eine Gesellschaft aus demselben Eigentümerkreis wie die Gruppe –, bestätigt eine Strategie, die darauf abzielt, die direkte Kontrolle über jene Produktionsphasen auszubauen, die als besonders strategisch gelten, insbesondere im Bereich des Baus von Superyachten aus Metall. In genau diesem Segment wolle die Next Yacht Group, wie Giorgio Mattei, Vizepräsident der Unternehmensgruppe aus Viareggio, PressMare erst vor wenigen Wochen in einem Interview erklärte, gezielt weiter wachsen.
Das Projekt ist Teil des Wachstumskurses, den die Next Yacht Group mit den Marken Maiora und AB Yachts verfolgt, und erweitert die Produktionskapazitäten der Gruppe durch die Standorte La Spezia und Pisa, an denen eine neue Sparte für den Bau von Metallyachten entstehen wird. Ziel ist es, eine vollständig in Italien angesiedelte Wertschöpfungskette weiter auszubauen und innerhalb der Gruppe Kompetenzen von der mechanischen Fertigung über Antriebssysteme bis hin zu Refit- und Wartungsarbeiten zu bündeln.
Siman wurde 1988 gegründet und ist seit fast vier Jahrzehnten im Bereich des Maschinen- und Metallbaus für die Yachtindustrie tätig. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über umfangreiche Erfahrung im zivilen Schiffbau und im Verteidigungssektor und bearbeitet unter anderem Aufträge für die italienische Marine. Im Yachtbereich ist Siman auf den Bau, das Refit und die Wartung von Yachten bis zu 60 Metern Länge spezialisiert. Parallel zur Übernahme wurde ein industrieller Entwicklungsplan mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro gestartet, von denen bereits 11 Millionen Euro investiert wurden. Die Mittel fließen in die Modernisierung der Produktionsanlagen, die Stärkung des Auftragsbestands und das Ziel, bis 2027 die volle Rentabilität zu erreichen.
Der Fokus der Investition liegt jedoch vor allem auf der zukünftigen Produktentwicklung. Nach Angaben der Next Yacht Group befinden sich bereits neue Metallyachten für Maiora und AB Yachts in der Entwicklungsphase, während die erste 50-Meter-Maiora derzeit gebaut wird. Die ersten Projekte sollen bis Ende 2026 vorgestellt werden und unterstreichen den Anspruch der Gruppe, ihre Position im Segment der Superyachten aus Metall weiter auszubauen.
„Die Übernahme von Siman stellt eine natürliche Weiterentwicklung unseres industriellen Weges dar“, erklärt Mario Petroni, Präsident der Next Yacht Group. „Diese Transaktion erweitert unsere Produktionskapazitäten in einem strategisch wichtigen Segment wie dem Metallyachtbau und stärkt gleichzeitig eine hochspezialisierte italienische Industrie, wodurch neue Wachstums- und Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden.“
Die Übernahme wird sich auch positiv auf die Beschäftigung auswirken. Die Next Yacht Group betont, dass die Arbeitsplätze aller 70 direkten Siman-Mitarbeiter gesichert wurden. Darüber hinaus sind in den kommenden Monaten bis zu 30 Neueinstellungen innerhalb der Gruppe sowie rund 15 weitere Arbeitsplätze bei Siman vorgesehen. Dieser Ausbau begleitet die Stärkung der industriellen Präsenz der Gruppe zwischen Viareggio, Pisa und La Spezia, wo Next Yacht Group ihre integrierte Produktionsplattform für Superyachten aus Metall weiterentwickeln und ihren internationalen Wachstumskurs fortsetzen will.