Cross Ocean Partners und Cheyne Capital sind nach Abschluss des Eigentümerwechsels formell langfristige Eigentümer und Anteilseigner von Sunseeker International. Zugleich kündigte die britische Werft die bevorstehende Ernennung von Scott Millar zum Chief Executive Officer an.
Millar kam über Teneo zu Sunseeker, wo er mit der Entwicklung des Fünfjahres-Wachstumsplans des Unternehmens betraut war. Er verfügt über mehr als 27 Jahre Erfahrung in Unternehmenstransformation und operativer Verbesserung und hatte in mehreren internationalen Branchen leitende Positionen inne, darunter als Chief Executive Officer und Chief Transformation Officer. Nach den Angaben des Unternehmens ist er Senior Managing Director bei Teneo und Global Head of Corporate Turnaround & Transformation; seine Tätigkeit umfasst die Bereiche Marine, Automobil, Fertigung, Einzelhandel, Logistik und Freizeit.
Der Ernennung ging eine Phase voraus, in der Steve Timms als Interims-CEO das Unternehmen durch die strategische Entwicklung und den Eigentümerwechsel führte.
"Uns war es wichtig, die Ernennung eines dauerhaften CEO nicht zu überstürzen. Wir wollten jemanden, dem diese Marke wirklich am Herzen liegt und der die Vision, die Leidenschaft und die Erfahrung mitbringt, um Sunseeker mit echter Stabilität in die nächste Wachstumsphase zu führen", erklärte Timms. "Scott ist die perfekte Wahl. Er und sein Team bei Teneo haben den strategischen Fünfjahresplan erarbeitet, an dem sich unser Geschäft orientiert. Deshalb freuen wir uns sehr, dass Scott nach einer herausragenden Laufbahn bei Teneo dauerhaft als CEO zu Sunseeker wechselt. Er kennt unsere Mitarbeiter, unsere Produkte und unsere Ziele bereits, und ich weiß, dass er das Unternehmen sehr gut führen wird."
Millar äußerte sich zu seiner Ernennung: "Sunseeker ist einer der angesehensten Namen der Marineindustrie, mit einer außergewöhnlichen Tradition, einer herausragenden Produktpalette und einem überaus talentierten Team. Ich möchte mich besonders bei Steve für seine hervorragende Arbeit und Führung bedanken und freue mich darauf, in den kommenden Monaten und Jahren wieder mit ihm zusammenzuarbeiten. Am meisten gereizt hat mich an Sunseeker der Umfang der Möglichkeiten, die vor uns liegen. Wir haben eine klare Vision, ehrgeizige Wachstumspläne und die volle Unterstützung unserer Anteilseigner, um in die Marke, unsere Mitarbeiter und unsere Produkte zu investieren. Es ist mir eine Ehre, das Unternehmen in dieses neue Kapitel zu führen, und ich freue mich auf das, was wir gemeinsam für unsere Kunden erreichen können."
Neben der Ernennung Millars hat Sunseeker vier neue Positionen in der Geschäftsleitung geschaffen. Andy Gawthorpe wird Chief Commercial Officer; er hatte leitende Vertriebsfunktionen inne, unter anderem als Global Sales Director bei Aston Martin, und war sieben Jahre bei Triumph Motorcycles tätig. Ian Morgan kommt als Chief Strategy Officer und bringt knapp zwei Jahrzehnte Erfahrung mit strategischen Transformationsprogrammen in der Automobil- und Premium-Konsumgüterbranche mit; er hat bereits mit der Führung von Sunseeker an der neuen Superyacht-Strategie und am Wachstumsplan gearbeitet. James Grove übernimmt als Chief Information Officer das Programm zur digitalen Transformation; er war zuvor in leitenden Technologiefunktionen bei Chelsea FC und Southampton FC tätig und wurde 2026 in die HotTopics Global CIO 100 aufgenommen. Adrian Mardell wird nicht geschäftsführender Vorsitzender, nach einer Laufbahn bei Jaguar Land Rover, wo er auch Chief Executive Officer und Chief Financial Officer war.
Gestützt auf Investitionen von Cross Ocean Partners und Cheyne Capital hat Sunseeker eine unternehmensweite Transformation in den Bereichen Vertrieb, Produkt und Betrieb begonnen, zu der auch ein neuer Produktentwicklungsplan zur Erweiterung der Modellpalette gehört. Das Rebranding und mehrere neue Produktkonzepte will das Unternehmen auf dem diesjährigen Cannes Yachting Festival vorstellen.
Sunseeker International wurde 1969 gegründet, hat seinen Sitz in Poole, Dorset, beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und baut jährlich etwa 90 Yachten von 55 bis 134 Fuß, von denen 98 Prozent exportiert werden. Die Palette umfasst 19 Modelle, das Servicenetz erstreckt sich auf mehr als 60 Länder.