D-Marin investiert 8,5 Millionen Euro in die Modernisierung der Gouvia Marina auf Korfu
Im östlichen Mittelmeer wird der Wettbewerb zwischen Marinas zunehmend nicht nur über die Anzahl der Liegeplätze entschieden, sondern auch über die Qualität des Angebots für Eigner, Crews und die lokale Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund hat D-Marin die Modernisierung der Gouvia Marina auf Korfu abgeschlossen und dafür 8,5 Millionen Euro in Infrastruktur, Dienstleistungen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit investiert.
Die strategisch zwischen Adria und Mittelmeer gelegene Gouvia Marina ist die größte Marina der Insel und einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Region. Ziel des Projekts war es, ihre Rolle als bedeutendes Eingangstor für den Yachtsport im Ionischen Meer zu stärken und gleichzeitig ihre Funktion über die klassische Marina-Nutzung hinaus auszubauen. Ein zentraler Bestandteil der Modernisierung war die Erweiterung der Kapazitäten. Insgesamt wurden 104 neue Liegeplätze für Yachten bis zu 50 Metern Länge geschaffen. Hinzu kommen neue Parkflächen sowie weitere 6.000 Quadratmeter Trockenlagerfläche. Parallel dazu wurde die gesamte Uferpromenade zur Fußgängerzone umgestaltet und das interne Straßennetz umfassend modernisiert. Auch Sanitäranlagen und Duschbereiche wurden erneuert, um Komfort, Zugänglichkeit und Servicequalität für Eigner und Besatzungen zu verbessern.
Die Maßnahmen beschränkten sich jedoch nicht auf die Infrastruktur. Mehr als 2.000 Bäume und Pflanzen wurden neu gesetzt, um die Außenbereiche aufzuwerten. Darüber hinaus entstanden ein neuer Spielplatz und ein Amphitheater, das künftig Konzerte, kulturelle Veranstaltungen und Open-Air-Kinoabende beherbergen soll. Damit stärkt die Marina ihre Rolle als sozialer und kultureller Treffpunkt.
Laut Ioannis Koutsodontis, Regional Director von D-Marin Griechenland, geht das Projekt weit über eine reine infrastrukturelle Modernisierung hinaus. Es verbinde Bauqualität, technologische Innovation und Nachhaltigkeit zu einer Premium-Destination mit enger Verbindung zur lokalen Gemeinschaft von Korfu.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Digitalisierung. Sämtliche Liegeplätze wurden mit intelligenten Versorgungssäulen ausgestattet, die eine Fernüberwachung und Steuerung des Strom- und Wasserverbrauchs über die D-Marin-App ermöglichen. Darüber hinaus wurde die gesamte digitale Infrastruktur modernisiert und die WLAN-Abdeckung im gesamten Hafenbereich verbessert. Nach Angaben von D-Marin haben die Maßnahmen bereits zu einer höheren Kundenzufriedenheit geführt. Dies spiegelt sich in einem Anstieg des Net Promoter Score (NPS) um 11 Punkte wider.

Nachhaltigkeit sowie ESG-Kriterien wurden in allen Projektphasen berücksichtigt. Die Marina verfügt nun über Hochdruck-Wasserfiltersysteme, moderne Brandmelde- und Notfallsysteme, energieeffiziente LED-Beleuchtung sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Begrünungsmaßnahmen und Verbesserungen der Barrierefreiheit tragen zusätzlich zur Verringerung der Umweltbelastung bei. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört die erste Photovoltaikanlage von D-Marin in Griechenland. Die Anlage mit einer Leistung von 100 kWp soll jährlich rund 167 MWh saubere Energie erzeugen und etwa 20 % des operativen Energiebedarfs der Marina decken.
Wie Korina Kostakaki, Head of Sustainability and Health & Safety bei D-Marin Griechenland, erklärte, ist das Projekt Teil der umfassenden Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens. Es ergänzt die bereits installierten 5 MW Photovoltaikleistung in den D-Marin-Marinas in der Türkei, Kroatien und Italien und unterstützt das Ziel, die Emissionen bis 2030 um 42 % zu reduzieren.
Die Modernisierung der Gouvia Marina wurde im Rahmen des nationalen Aufbau- und Resilienzplans „Griechenland 2.0“ gefördert, der durch die Europäische Union und NextGenerationEU finanziert wird. Nach Ansicht von D-Marin stellt das Projekt einen weiteren Schritt zur Modernisierung der griechischen Marina-Infrastruktur sowie zur Entwicklung nachhaltiger und zukunftsorientierter Yachting-Destinationen dar.
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