Baglietto lässt die erste FAST50 zu Wasser – eine sportliche Aluminiumyacht unter 500 BRZ
Baglietto lässt die erste FAST50 zu Wasser – eine sportliche Aluminiumyacht unter 500 BRZ
Baglietto hat die erste Einheit seiner neuen FAST50-Baureihe, Rumpfnummer 10268, zu Wasser gelassen und damit eine neue Generation von sportlichen Aluminiumyachten unter 500 BRZ vorgestellt, die Geschwindigkeit, Komfort und großzügige Innenräume miteinander verbinden soll.
Das neue Modell stellt das Flaggschiff der FAST-Linie dar und wurde von Francesco Paszkowski Design entwickelt, das sowohl für das Außendesign als auch gemeinsam mit Margherita Casprini für die Innenarchitektur verantwortlich zeichnet. Die Schiffsarchitektur stammt von Pierluigi Ausonio Naval Architecture.
Mit einer Länge von 50 Metern und einer Konstruktion vollständig aus Aluminiumlegierung wird die FAST50 von vier MTU 2000 M96L-Motoren angetrieben, die eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Knoten ermöglichen. Nach Angaben von Baglietto entstand das Projekt mit dem Ziel, die Tradition der großen, schnellen Aluminiumyachten neu zu interpretieren, die die Geschichte der Werft geprägt haben.
Das Briefing des Eigners verlangte eine zeitgemäße Neuinterpretation von Modellen, die den gestalterischen Weg von Baglietto geprägt haben, darunter Adler, Pachamama und Monokini, letzterer Gewinner des Compasso d’Oro im Jahr 2016. Das Ergebnis ist eine Yacht mit schlanken, sportlichen Linien, die zugleich einige der Stilelemente der jüngeren T-Linie übernimmt. Zu den markantesten Merkmalen des Projekts zählt das über zwei Ebenen entwickelte Heck. Klappbare Schanzkleider erweitern die Badeplattform und verwandeln sie in einen Beach Club mit direktem Kontakt zum Meer. Die Fläche ist mit Chaiselongues ausgestattet und verfügt über ein versenkbares Transformer-System anstelle einer traditionellen Gangway. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Verbindung zwischen Innen- und Außenbereichen gewidmet. Auf dem Hauptdeck und dem Oberdeck sorgen raumhohe Fenster, die sich auf drei Seiten öffnen lassen, für ein großzügiges Raumgefühl und verstärken die visuelle Verbindung zum Meer. Das gleiche Ziel wird durch die sogenannten „geschnittenen“ Schanzkleider verfolgt, während die Verlegung der Lüftungskanäle außerhalb der Rumpfstruktur eine Optimierung der Innenvolumina ermöglicht hat.

Der Hauptsalon beherbergt einen Gesprächsbereich und eine TV-Lounge, während der Essbereich auf dem Oberdeck untergebracht ist. Dort wurde hinter dem Steuerhaus eine auf drei Seiten zu öffnende Panoramaveranda geschaffen. Zahlreiche Details greifen die Welt des Automobildesigns auf. Dazu gehören integrierte Lufteinlässe, Heck-Kabeldurchführungen, die von den Auspuffanlagen von Sportwagen inspiriert sind, sowie die Rumpffarbe im Ton „Porsche Chalk“, die mit einem Lackiersystem von Boero realisiert wurde. Im Gegensatz zu früheren Generationen schneller Yachten verfügt die FAST50 über drei vollwertige Decks und eine Wide-Body-Konfiguration für die Eignersuite. Diese Lösung vergrößert die Innenräume deutlich, ohne die Eleganz der Außenlinien zu beeinträchtigen. Die Eignerkabine profitiert zudem von zwei großen, siebbedruckten Rumpffenstern.
Die Außenbereiche des Oberdecks umfassen Lounge- und Sonnenbereiche achtern, während vor dem Steuerhaus ein Gesprächsbereich, weitere Sonnenliegen sowie ein Jacuzzi im äußersten Vorschiffsbereich angeordnet wurden. Diese Position gewährleistet maximale Privatsphäre und einen freien Panoramablick während des Aufenthalts vor Anker oder im Hafen. Ein weiteres charakteristisches Element des Projekts ist das Rooftop-Deck – eine für Yachten dieser Kategorie eher ungewöhnliche Lösung. Es wurde als privater Rückzugsbereich für den Eigner konzipiert und verfügt über einen Essbereich sowie eigene Chaiselongues. Die Gästebereiche umfassen vier Kabinen auf dem Unterdeck – zwei VIP-Kabinen und zwei Zweibettkabinen –, jeweils mit eigenem Bad. Der Crewbereich besteht aus einer Crew-Messe, der Kapitänskabine und vier Crewkabinen mit Pullman-Betten.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt auch die mittschiffs auf dem Hauptdeck gelegene Pantry. Sie wurde als geselliger Raum konzipiert, der gemeinsam mit Familie und Gästen genutzt werden kann und damit den Wünschen des Eigners entspricht. Für die Innenräume wurde eine zeitgenössische Formensprache gewählt, die durch den umfangreichen Einsatz von Teakholz geprägt ist. Dieses wird sowohl in glatter Ausführung als auch in Leistenoptik verwendet, um Bewegung und Dreidimensionalität zu erzeugen. Lackierte Oberflächen und experimentelle Hölzer wie „gebrannte“ Eiche ergänzen das Gestaltungskonzept. Die Notwendigkeit, das Gewicht zu reduzieren – ein entscheidender Faktor für die angestrebten Leistungen –, führte zu einem zurückhaltenderen Einsatz von Marmor und Naturstein zugunsten leichterer Materialien. Selbst die äußeren Handläufe bestehen aus Titan.
Auch die Beleuchtung spielt eine zentrale Rolle im Projekt. Sie dient dazu, Einrichtungsgegenstände hervorzuheben und die dreidimensionale Wirkung der Oberflächen zu betonen. Aus operativer Sicht verfügt die FAST50 über eine Heckgarage mit flutbarem Aussetzsystem für ein Tenderboot von bis zu sieben Metern Länge sowie über eine zweite Garage im Vorschiffsbereich. Abgerundet wird das Projekt durch einen Semi-Tunnel-Rumpf mit geringem Tiefgang, der hohe Leistungen auch in Revieren mit flachen Gewässern ermöglichen soll.
Fabio Ermetto, Chief Commercial Officer von Baglietto, erklärte anlässlich des Stapellaufs, dass die FAST50 eine zeitgemäße Neuinterpretation der DNA der Werft darstelle, die historisch eng mit großen, schnellen Aluminiumyachten verbunden sei. Die neue Plattform vereine Leistung, Komfort, Wohnqualität und umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten.
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