Alinghi: Auf die harte Tour lernen
Nach einem vielversprechenden Eröffnungstag am Freitag hatte der Schweizer Herausforderer Mühe, sein Momentum in den drei Flottenrennen am Samstag aufrechtzuerhalten. Penalties, ein Absturz von den Foils und eine Kenterung in der hart umkämpften AC40-Flotte kamen teuer zu stehen.
Der entscheidende Moment ereignete sich in Rennen 5, als das Team bei einer Halse vor dem Wind kenterte, nachdem ein aggressiver Start der Crew eine „Boat-on-Boat“-Strafe eingetragen hatte und sie das Feld von hinten aufrollen musste. Es wurde schnell bestätigt, dass alle vier Segler wohlauf waren, während die Landmannschaft und die Support-Teams zügig daran arbeiteten, die AC40 für das letzte Rennen des Tages wieder in einen renntauglichen Zustand zu versetzen.
An anderer Stelle in der Flotte teilten sich die Crews von Team New Zealand, Athena Pathway und Luna Rossa Women & Youth die Rennsiege, während sich die Rangliste vor dem letzten Renntag immer weiter zuspitzte.
Der Fokus über Nacht liegt darauf, die Rennen des Tages zu analysieren, sich neu aufzustellen und mit guter Einstellung in die letzten Rennen zu gehen.
Paul Goodison, Skipper und Steuermann an Steuerbord
«Es war ein harter Tag. Wir haben über Nacht einige grosse Änderungen vorgenommen, sind heute wieder rausgefahren und hatten grosse Schwierigkeiten. Das Boot lief nicht ganz so, wie es sollte. Also haben wir den ganzen Tag damit verbracht, Probleme zu lösen und zu verbessern. Zu Beginn war es fast unmöglich zu steuern. Wir hatten wirklich Mühe, das Boot in den Griff zu bekommen. Wir haben offensichtlich auch nicht unser bestes Segeln zeigen können. Aber wir haben einen guten Einblick bekommen, wie wir als Team unter Druck funktionieren. Jeder hat versucht, die Probleme so gut wie möglich zu lösen, und das ist wahrscheinlich das grösste Positive, das wir daraus mitnehmen können. Wir haben heute viel über uns selbst gelernt und freuen uns nun auf morgen.»
Pietro Sibello, Trimmer Steuerbord
«Wir wussten schon vor unserer Ankunft, dass wir als Team noch nicht viele Stunden auf dem Wasser verbracht hatten. Deshalb sind wir immer noch stolz darauf, wie das Team arbeitet. Alle geben wirklich ihr Bestes, besonders das Landteam; sie haben in diesen drei Tagen versucht, das Beste aus dem Boot herauszuholen.»
