Rubberfil hält sein Versprechen auf der Seaquip
Die erste Ausgabe der Seaquip bot Rubberfil die Gelegenheit, ein Versprechen einzulösen. Das Turiner Unternehmen der Trinchero-Gruppe, spezialisiert auf Steuersitze, hatte bei der letzten METSTRADE in Amsterdam gegenüber PressMare eine absolute Vorschau für die nächste Messe für nautische Ausrüstung in Mailand angekündigt. Diese wurde nun wie versprochen vorgestellt.
Darüber sprachen wir mit Ivan Benvenuti, Chief Operating Officer von Rubberfil, den wir am Stand des Unternehmens trafen (rechts im Bild zusammen mit Matteo Trinchero).
PressMare – Was ist die Neuheit 2026 und warum haben Sie Seaquip für die Präsentation gewählt?
Ivan Benvenuti – Wir halten diese Bühne für passend, weil es bei der ersten Ausgabe der Seaquip richtig war, eine Made-in-Italy-Neuheit zu präsentieren. Auf der METS hatten wir Produkte aus den Linien Compact und Premium gezeigt, hier präsentieren wir einen neuen Sitz aus der Modula-Serie.
PM – Worin besteht die Neuheit?
IB – Es handelt sich um einen Sitz, der es dem Kunden ermöglicht, die Konfiguration entsprechend Größe und Stil der Yacht zusammenzustellen. Das System ist modular, sodass ein Sitz mit einem, zwei, drei oder fünf Plätzen realisiert werden kann. Zusätzlich können Armlehnen, Konsolen und USB-Anschlüsse integriert werden. Der Sitz kann elektrisch oder manuell ausgeführt werden, mit Fußstützen oder Podesten – kurz gesagt ein Full-Optional-Produkt. Die Sitzfläche ist kompakt, aber die Form der Rückenlehne ermöglicht auch größeren Personen eine komfortable Nutzung.
PM – Für welche Bootsgrößen ist dieser Sitz gedacht?
IB – Ein einzelner Modula-Sitz kann problemlos auf einer Yacht von 55 oder 60 Fuß installiert werden. Darüber hinaus gibt es praktisch keine Grenzen, da er durch Erweiterung auch auf Megayachten von 40 oder 50 Metern eingesetzt werden kann. Eine Besonderheit ist, dass die mechanischen Komponenten auf der Rückseite verdeckt bleiben. Der Sitz wird so zu einem mobilen Design-Element, das auch ein Ambient-Light-System integrieren kann, was in geschlossenen Steuerhäusern sehr geschätzt wird.
PM – Wurde der Sitz vollständig von Ihnen entwickelt?
IB – Das Design stammt vom Yacht-Designer Francesco Struglia, während die gesamte Ingenieurarbeit, Prototypenentwicklung und Produktion intern umgesetzt wurden.
PM – Wie lange dauerte die Entwicklung?
IB – Nach der METS Mitte November haben wir beschlossen, das Projekt zu starten, und zur Seaquip konnten wir bereits den Prototyp präsentieren. Insgesamt etwa drei Monate Arbeit.
PM – Welche Ziele verfolgen Sie aus kommerzieller Sicht?
IB – Unser ideales Marktsegment sind mittelgroße bis große Yachten, weil der Markt in diesem Bereich derzeit kein vergleichbares Produkt anbietet. Es ist eine echte Neuheit. Wenn sie vom Markt verstanden und angenommen wird, kann sie sehr erfolgreich sein.
PM – Haben Sie bereits Anfragen erhalten?
IB – Ja, hier auf der Messe. Um ehrlich zu sein, hatten wir sogar schon Anfragen, bevor wir mit dem Projekt begonnen und bevor wir den Prototyp fertiggestellt hatten.
PM – Wer sind die wichtigsten Zielgruppen für Rubberfil – Werften, Kapitäne oder Eigner?
IB – Ich habe es immer geschätzt, Eigner und Kapitäne zuzuhören, um zu verstehen, welche neuen Lösungen wir anbieten sollten. Bei Produkten wie diesem kommt die Anfrage oft vom Kapitän, aber gegenüber der Werft müssen wir vor allem in Bezug auf Leistung, Garantie, Service und Preis überzeugen.
PM – Rubberfil ist noch eine relativ junge Marke im nautischen Sektor. Welche Eindrücke haben Sie bisher gewonnen?
IB – Wir sind zufrieden, weil wir großes Interesse von Werften feststellen. Das zeigt, dass wir Produkte mit interessanten technischen Inhalten anbieten. Unser Zielsegment ist klar das mittlere bis obere Marktsegment, das hochwertige Produkte verlangt. Wir sind überzeugt, dass wir uns in den kommenden Jahren einen wichtigen Marktanteil in Italien und Europa sichern können.
PM – Welche nächsten Schritte plant das Unternehmen?
IB – Es gibt einige wichtige Unternehmensprojekte, über die wir derzeit noch nicht sprechen können. Auf der nächsten METS werden wir eine weitere Produktneuheit präsentieren, die unser Sortiment ergänzen wird.
Riccardo Masnata
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