Boero Yacht Coatings

Boero Yacht Coatings

Boero Yacht Coatings setzt auf das Premiumsegment und investiert weiter in Forschung und Entwicklung

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09/06/2026 - 18:07
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RIVALTA SCRIVIA (AL) – Die Einführung von ChallengerPro, einem Beschichtungssystem für Yachten und Superyachten im Premiumsegment, bot Boero die Gelegenheit, die Entwicklungspläne des Unternehmens im Nautikbereich vorzustellen.

Das Unternehmen öffnete die Türen seines Werks in Rivalta Scrivia, das sich über 120.000 Quadratmeter erstreckt und rund 140 Mitarbeiter beschäftigt. Dabei wurde auf die Unternehmensgeschichte zurückgeblickt, die im Jahr 1831 mit der Gründung begann, zugleich aber auch die Wachstumsstrategien der Gruppe erläutert. Seit 2021 gehört Boero, eine traditionsreiche Marke der genuesischen Industrie, zur portugiesischen CIN-Gruppe, die zuvor bereits Minderheitsaktionär war. CIN erzielte 2025 einen Umsatz von 447 Millionen Euro (+11,8 % gegenüber 2024), getragen vor allem vom Bauwesen (58 %) und dem Industriesektor (23 %), während die Nautik 7 % des Gesamtumsatzes ausmacht. Die Boero Group selbst bezeichnet sich als zehntgrößtes Unternehmen Europas und als Nummer 33 weltweit in ihrem Bereich: Der Umsatz belief sich auf 140 Millionen Euro (+20 % gegenüber 2024), bei 500 Mitarbeitern, 3.000 Kunden und Präsenz in 50 Ländern. Besonders auffällig ist die starke Innovationsorientierung – nicht nur, weil 3 % des Umsatzes in Forschung investiert werden, sondern auch beim Rundgang durch die Produktionshallen und Labore in Rivalta, wo junge Forscher und moderne Maschinen eng zusammenarbeiten.

Eine Ansicht der Boero-Produktionsanlagen in Rivalta

Nahezu alle Aktivitäten werden intern gesteuert, ergänzt durch Kooperationen mit renommierten Einrichtungen wie dem CNR, dem Politecnico di Milano und der Universität Genua. Laut Unternehmen ist die kontinuierliche Zusammenarbeit mit externen Stakeholdern – von Werften über Eigner bis hin zu Kapitänen – von zentraler Bedeutung.

Seit Januar 2025 verfügt der Standort Rivalta zudem über eine eigene Academy, die hauptsächlich der Ausbildung interner Mitarbeiter sowie der Teams von Kunden dient, die die Produkte anwenden, insbesondere Applikatoren. Häufig reisen jedoch Boero-Techniker direkt zu den Werften, um dort Mitarbeiter anderer Unternehmen vor Ort zu schulen. Im Yachting-Sektor ist die Gruppe mit zwei Marken vertreten: Boero Yacht Coatings für professionelle und maritime Anwendungen, das rund 50 % des italienischen Marktes abdeckt, sowie Veneziani, das sich vor allem an Segel- und Freizeityachten richtet.

Einige der Produkte, die die Geschichte von Boero geprägt haben

Für Yachten und Superyachten bleibt das Schutz- und Beschichtungsschema unabhängig vom Baumaterial – ob GFK, Stahl oder Aluminium – unverändert: Der Aufbau besteht weiterhin aus vier Schichten, nämlich Primer, Spachtel, Primer und Top Coat. Dieses Verfahren wurde bereits bei mehr als 1.000 Yachten eingesetzt, darunter die Segelyacht Caoz 14, die sechs Jahre nach ihrem Refit von 2019 als Testplattform zur Überprüfung der Lackbeständigkeit genutzt wurde, sowie die IMOCA 11th Hour Racing von Francesca Clapcich, die aufgrund der elf unterschiedlichen Farbtöne auf dem Boot eine besondere Herausforderung darstellte.

Von besonderem Prestige ist auch die Zusammenarbeit mit dem Ferrari-Hypersail-Projekt, bei dem Boero als technischer Partner auftritt.

„Unsere wichtigsten Märkte sind derzeit Italien, die Türkei, die Niederlande und der Nahe Osten, doch kurzfristig beobachten wir auch den amerikanischen Markt mit großem Interesse“, erklärte Marketingdirektor Riccardo Carpanese. „Wir bevorzugen Komplettlösungen vom Spachtel bis zum Decklack, um den gesamten Prozess kontrollieren zu können“, ergänzte er und betonte, dass für Boero der Neubau wichtiger sei als das Refit-Geschäft – entgegen der allgemeinen Erwartung.

ChallengerPro ist das Ergebnis einer fünfzehnjährigen Weiterentwicklung eines bereits im Sortiment vorhandenen Produkts. Es handelt sich um eine Systemreihe mit fortschrittlichen Materialien vom Primer bis zum Top Coat, die sich als Spitzenlösung für Beschichtungen der prestigeträchtigsten Yachten positionieren soll.

Riccardo Masnata

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