Azimut Grande 44M: Flaggschiff mit vier Decks
Azimut zeigt das neue Flaggschiff Grande 44M in Monaco
Azimut stellt auf der Monaco Yacht Show vom 23. bis 26. September 2026 die Grande 44M vor, das neue Flaggschiff der Grande-Serie. Nach Angaben der Werft wurden bereits vor der Premiere sieben Einheiten verkauft. Am Stand QE8 am Quai des États-Unis liegen außerdem die Grande Trideck und die Grande 30M.
Das Exterieur der Grande-Serie stammt von Alberto Mancini, das Interieur von m2 atelier. Bei der Grande 44M hat Azimut einer 44-Meter-Yacht mit sportlichem Profil ein viertes Deck gegeben. Auf dem Sun Deck liegt ein geschlossener Aufbau mit Steuerhaus und Kapitänskabine.

Da die Brücke nach oben wandert, wird das Upper Deck zum Eignerdeck. Ganz vorn liegt eine Lounge mit großen, seitlich zu öffnenden Fensterflächen. Der Eigner kann sie als Salon, als Essbereich für 12 Personen, als Media Room oder nach eigenen Vorgaben einrichten. Im übrigen Teil des Decks ist ein zweiter Panoramasalon oder eine Eignersuite mit privater Terrasse möglich.
Am Heck übernimmt die Grande 44M das Mezzanine Deck mit Sea View Terrace der Grande Trideck, hier ergänzt um einen See-Through Pool. Der transparente Plunge Pool hält den Blick aufs Meer frei und lässt Licht in den darunterliegenden Beach Club. Bei Bedarf wird er abgedeckt und dient dann als begehbare Terrasse.
Durch die versetzten Decks hat der Beach Club volle Stehhöhe und kommt ohne Stufen oder Niveauunterschiede aus. Die seitlichen Klappen lassen sich zum Wasser hin absenken, in der Heckklappe ist eine versenkbare hydraulische Badeleiter untergebracht.


Die Grande 44M führt die Low-Emission-Yacht-Flotte von Azimut an. Die Werft gibt an, dass die CO2-Emissionen um bis zu 30 % unter denen einer gleich großen Yacht mit konventioneller Schiffsarchitektur liegen. Dazu tragen mehrere Lösungen bei.
Am Heck sitzt der Hull-Vane®-Foil, entwickelt mit dem gleichnamigen Unternehmen. Der Carbonflügel verringert die vom Rumpf erzeugte Welle und liefert zusätzlichen Schub. In Stahl hätte er 1.500 kg gewogen, in Carbon mit dem technischen Beitrag von Azimut wiegt er 400 kg. Laut Werft sinken damit der hydrodynamische Widerstand sowie Stampf- und Rollbewegungen.

Den Dual-Mode-Rumpf hat die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Azimut|Benetti-Gruppe gemeinsam mit P.L. Ausonio Naval Architecture entworfen. Er verbindet einen schnellen Verdrängerbug mit einem Halbgleiterheck und soll den Verbrauch über den gesamten Geschwindigkeitsbereich optimieren.
Die Hälfte der Oberfläche des Boots besteht aus Carbon, mehr als 1.000 Quadratmeter. Azimut beziffert die Ersparnis in den oberen Bereichen der Yacht auf 8 Tonnen. Dadurch seien größere Volumen an Bord möglich, ohne Stabilität, Leistung und Effizienz zu beeinträchtigen. Die Werft verweist dabei auch auf den neuen Polo del Composito der Gruppe in Massa, der auf die Verarbeitung von GFK und Kohlefaser ausgerichtet ist.

Das Mild-Hybrid-System hat die Azimut|Benetti-Gruppe mit Asea Nautica entwickelt. Es arbeitet mit zwei 50-kW-Elektromotoren als Wellengeneratoren und einem Batterieraum mit 188 kWh, erweiterbar auf 230 kWh. Nach Angaben von Azimut kann die Yacht damit tagsüber 3 bis 4 Stunden und nachts 8 bis 10 Stunden bei abgeschalteten Generatoren vor Anker liegen. Bei 15 Knoten sind die Batterien in zwei Stunden vollständig geladen, sodass sich die Fahrt zur nächsten Bucht nutzen lässt, um die Reichweite im Zero-Emission-Modus wiederherzustellen. Auf dem vierten Deck sind 30 Quadratmeter Solarmodule installiert, die die Hotellast unterstützen.

Azimut wurde 1969 von Paolo Vitelli gegründet, gehört zur Azimut|Benetti-Gruppe und baut Motoryachten von 13 bis 44 Metern in sieben Serien.
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